Joker 3 PDF Drucken E-Mail

 

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Der Joker 3 stellt das neueste Modell der seit vielen Jahren weltweit bewährten
Joker-Reihe dar. Was im Jahr 2000 mit dem Joker 1, dem ersten High-End-
Elektrohubschrauber in der 90er Klasse begann, sollte sich über die Jahre zu
einem der beliebtesten Universalmodelle entwickeln. Die Stärke des Jokers war
von Anbeginn seine enorme Flexibilität, gleichgültig, ob er als Beginnermodell,
als Einbaumechanik in einen Scalerumpf, als Kunstflugmodell oder einfach nur
als Spassmodell eingesetzt wurde.
Der technische Fortschritt ging jedoch weiter und mit dem Auftauchen der ersten
Lipo-Akkus im Jahr 2004 musste für die damals sehr teuren Akkus ein Chassis
geschaffen werden, das den wertvollen Inhalt auch im Crashfall sicher schützt.
Diesem Wunsch wurde mit dem Joker 2 Rechnung getragen, der, vor allem als
Maxi-Joker augrund seiner Vibrationsarmut und Flugruhe zu einem der beliebtesten
Fotohubschrauber weltweit wurde und nach wie vor ist. Als Kunstflugmodell setzte
der Joker 2 als erster mit einem 12s-Akku betriebener Heli Maßstäbe.
Die Technik ist in den letzten Jahren sehr vorangeschritten, vor allem die Entwicklung
der Flybarless-Elektroniken sowie der Preisverfall der Lipo-Akkus bei gleichzeitiger
Erhöhung der Zuverlässigkeit sind hier bemerkenswert. Da wurde immer häufiger der
Wunsch von Scale-Heli-Fliegern nach einem Wellenantrieb des Heckrotors gewünscht,
um die Mechanik leichter in Rümpfe integrieren zu können. Kunstflieger wünschten
sich noch mehr Wendigkeit und etwas weniger Gewicht, soweit dies möglich ist, ohne
das Chassis in seiner Festigkeit zu beeinträchtigen. Denn gerade diese Grundidee, das
teure Getriebe des Hubschraubers in einem kompakten, stabilen Carbon-Chassis zu
schützen, ist von jeher eine Grundforderung der Firma minicopter geblieben. Durch
diese üblicherweise etwa 200 Gramm Mehrgewicht gegenüber extremen Leichtgewichten
auf dem Markt mit ihren vielen Ausschnitten werden die Kosten nach einem Absturz deutlich
reduziert. Grundprinzip eines Jokers sollen nach wie vor geringe Betriebskosten, wenig
Verschleiß sowie eine lange Lebensdauer sein. So sind alle Komponenten des Jokers im
Grunde liebevoll in Kleinserien mit sehr engen Toleranzen hergestellte Einzelteile.
Gleiches wird auch für das neue Modell, den Joker 3, gelten.

Konzept

Grundkonzept des Joker 3 ist eine zum Vorgänger nochmals gesteigerte Qualität, es
sollte konstruktiv keine Lösung entstehen, die vom Preis bestimmt wird. Der Joker 3
bekommt im Gegensatz zum Vorgänger einen Freilauf auf der Hauptrotorwelle, da
dieser im Vorgelege zwar selten, aber immer mal wieder Probleme verursachte.
Aufgrund der Übersetzung ins Schnelle während der Autorotation erzeugte der
Freilauf vor allem in der später als Option erhältlichen Klemmkörperausführung eine
recht hohe Reibleistung, weshalb die Autorotation nie zu den Lieblingsmanövern eines
Joker 2-Piloten gehörte. Genau hier wurde bei der Konstruktion des Joker 3 angesetzt.
Es sollte in Verbindung mit einem Starrantrieb des Heckrotors ein perfekt leicht laufendes
Getriebe sowohl im Normalflug als auch in der Autorotation geschaffen werden.
Als Freilauf wird im Joker 3 ein 15mm starker Klemmkörperfreilauf verwendet, der ein
Gesamtgewicht bis zu 20 kg erlaubt. Als Besonderheit sind zusätzlich noch Haupt-
und Heckrotor durch einen zweiten Freilauf voneinander entkoppelt, was schon beim
Joker 3DD zu einer gesteigerten Laufruhe des Heckrotorstranges geführt hat.
Der sehr bewährte und leise laufende Riemenantrieb in der ersten Getriebestufe mittels
eines Kevlarriemens sollte beibehalten werden. Natürlich erhöht der Einsatz eines
solchen Getriebes die Herstellkosten deutlich. Auf der anderen Seite stand bei der
Firma minicopter wie von jeher die Grundforderung, den Bausatzpreis eines Jokers
stets unter 1000 Euro zu halten. Die Lösung dieses Problems hieß Wertanalyse.
Dies ist ein Verfahren, um kostenintensive Prozesse in der Herstellung aufzudecken
und zu optimieren.
Grundsatz der Fertigung war und ist eine Mischung aus Eigenfertigung und von
Zulieferern gefertigten Teilen aus den bekannten Feinmechanik-Regionen in Deutschland,
wobei natürlich der Löwenanteil seit jeher im Hause minicopter selber produziert wird.
Es wurde nun jedes Bauteil des Joker 3 kostenoptimiert, mit der Vorgabe, die Qualität
auf keinen Fall zu verringern. Manche Bauteile, früher selbst gefertigt, wurden als
Aufträge vergeben, andere Teile wiederum wieder ins eigene Haus geholt,
Fertigungsprozesse wurden teilweise auf mehrere Firmen aufgegliedert und vor allem
wurden die Fertigungsabläufe im eigenen Betrieb optimiert. So wurde es möglich, die
Mehrkosten der neuen Mechanik inklusive der in den letzten Jahren teilweise stark
gestiegen Rohstoffpreise in etwa aufzufangen. So bleibt der Joker 3 im Preisniveau des
Joker 2, man bekommt aber nun zum quasi gleichen Preis noch mehr Hubschrauber.
Erfreulich ist ferner, dass das Gesamtgewicht des Joker 3 trotz des Starrantriebes
um etwa 200 Gramm gesenkt werden konnte.


 

Features

- Extrem stabiles und verwindungssteifes Chassis
- Integrierte Aufnahme der Flybarless-Elektronik, gut geschützt im Chassis,
  entkoppelt vom Heckrohr und dessen Anschluss, alle gängigen Flybarless-Systeme verwendbar.
- Empfänger in einem separaten Fach oberhalb des Flugakkus am Chassisende plaziert,
  optimale Antennenposition.
- Durchgängiger Akkuschacht für Akkus bis 12s/5000 mAh.
- Motorplatte als gleichzeitiges Kühlprofil für den geschützt plazierten Regler, ein kleiner Pufferakku
  kann bei Bedarf über dem Regler montiert werden.
- vom Hauptrotor über einen zusätzlichen Freilauf entkoppelter Heckrotor, leicht demontierbarer Starrantrieb
- schnell für Wartungs- und Transportzwecke demontierbare Heckrohreinheit
- Präzisions-Scheren-Anlenkung des Heckrotors über 9(!) Kugellager
- Präzise Taumelscheibe mit doppelt kugelgelagerter Führung und achtfach kugelgelagerter Taumelscheibenmitnehmer.
- Direktanlenkung der Taumelscheibe ohne Push-Pull-Umlenkhebel
- Aufwendig gefertigter und robuster Flybarless-Rotor mit verschiedenen Dämpfungshärten.


 

Produktfamilie

Als Grundmodelle werden fünf Varianten angeboten:

- Joker 3 mit riemengetriebenem Heckrotor
- Joker 3 mit Wellenantrieb
- Maxi-Joker 3 mit Riemenantrieb
- Maxi-Joker 3 mit Wellenatrieb
- Rumpfmechanik ohne Haupt- und Heckrotor sowie ohne die spezifischen Traineranbauteile

Besonderer Wert wurde beim Joker 3 auf eine möglichst große Flexibilität gelegt.
So kann man abseits der Grundmodelle derzeit zusätzlich zwischen folgenden Alternativen wählen:

- MFS II-Hauptrotor statt des paddellosen "V"-Rotorkopfes.
- Beginnerkit mit speziell zugeschnittenen Teilen wie kürzeren Rotorblättern, kürzerem Heckrohr,
  Riemenatrieb des Heckrotors und voller Aufrüstbarkeit zum normalgroßen Joker (8s-Betrieb).
- Vergrößertes-Unterchassis für Liebhaber von Li-Ionen oder LiFe-Zellen.
- Höhenleitwerk oder nur Halteklammer für die Heckstreben
- Plattform für Kreisel oder Flyberlesssysteme, die nicht zwischen die oberen Chassisplatten passen.

Technische Daten:

- Rotordurchmesser: bis 1,60m (Maxi-Joker bis 1,80m)
- Gewicht abflugfertig ohne Akku: 3250 Gramm.
- für Motoren mit 6mm oder 8mm-Welle
- Heckrotordurchmesser: 290 mm (Maxi-Joker 330 mm)
- Untersetzungen:
- Motor zu Hauptrotor:- je nach Motoriemenrad zwischen 1:9 und 1:13,6 (7 Stufen)
- Haupt- zu Heckrotor:- 4,8:1


 

Empfohlene Ausstattung:

Maximal:
- Motor: Kontronik Pyro oder Köhler actro 32-3
- Regler: Kontronik Jive 80HV
- Lipoakku: SLS ZX 12s/3700 bis 12s/5000 mAh
- Rotorblätter: Radix 690 bzw. 710 mm
- Heckrotorblätter: Radix 105 mm
- Flybarlesselektronik: AC-3X
- Servos: kräftige Digitalservos
- Empfänger: 2,4 GHz